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Nils Dönges

Mein Medizinstudium habe ich an der Johannes Gutenberg Universität Mainz absolviert. Schon in dieser Zeit hatte ich durch meinen Job im Rettungsdienst häufiger Kontakt mit der psychiatrischen Abteilung der RFK.

Bei einem Blockpraktikum lernte ich das Fach Psychiatrie dann näher kennen und erfuhr, dass die RFK ein Stipendium für Studenten anbot. Ich bewarb mich dafür, da ich mittlerweile den Entschluss gefasst hatte, meinen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zu machen. So hatte ich während der letzten zwei Jahre meines Studiums eine zusätzliche Finanzspritze und konnte mich voll auf das PJ konzentrieren.

Zudem entschied ich mich dafür, ein PJ-Tertial in Alzey zu verbringen. Dies war eine tolle Erfahrung für mich: Ich wurde zügig eingearbeitet und betreute schnell eigene Patienten. Die Kollegen standen mir bei allen Fragen zur Seite und ich fühlte mich sehr gut aufgehoben. Die 16 Wochen absolvierte ich auf einer beschützenden Akutstation, so konnte ich die psychiatrischen Erkrankungen in all ihren Ausprägungen beobachten. Unter Anleitung lernte ich die Aufnahme und Untersuchung akutpsychiatrischer Patienten und bekam einen guten Einblick, sowohl in die medikamentöse Einstellung, als auch in die psychotherapeutische Behandlung.

Die Zeit in der RFK war aber nicht nur spannend und sehr lehrreich, sie ebnete mir zudem den Weg in meine berufliche Zukunft. Nach dem Abschluss des Studiums wurde ich direkt übernommen und arbeite jetzt als Stationsarzt auf einer der beschützenden Stationen.

Durch das breite Spektrum an psychiatrischen Erkrankungen werde ich in meiner Weiterbildung ständig gefordert und gefördert. Dank der multiprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Psychologen, Pflegepersonal und weiteren Berufsgruppen bekomme ich bei der Behandlung meiner Patienten immer neue Anregungen. Auch die Atmosphäre in solch einem Team trägt viel dazu bei, dass ich mich in der RFK sehr wohlfühle.